Darlehensvertrag Kündigen ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Kündigung des Darlehensvertrages ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Sie müssen dann eine Kündigungsfrist von sechs Monaten einhalten. Allerdings sind sich nur sehr wenige Kreditnehmer dieser Möglichkeit bewusst. Der einzige Weg, ein Immobiliendarlehen zu niedrigen Kosten ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzuzahlen und ein viel billigeres Umschuldungsdarlehen aufzunehmen, ist der Widerruf des Darlehens. Dadurch können Sie Ihr Darlehen wie geplant kündigen und ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen. Es gibt jedoch zwei Fälle, in denen Sie genau das erreichen und z.B. Ihr Hypothekendarlehen ohne zusätzliche Kosten kündigen können.

Bauwerksfinanzierung - Vorfälligkeitsentschädigung bei Beendigung des Kreditvertrages

Jeder, der mit einer Hausbank einen festen Zinssatz von bis zu 10 Jahren vereinbaren konnte, kann diesen Kontrakt nicht auflösen. Erst beim Verkauf der Liegenschaft muss das Kreditgeschäft abgewickelt werden. Wenn Sie den Kontrakt jedoch verfrüht verlassen, müssen Sie der Hausbank den daraus resultierenden Verlust erstatten. Diese wird als Vorauszahlungsstrafe bezeichnet. Jeder, der mit der Hausbank eine Festzinsperiode von mehr als 10 Jahren abgeschlossen hat, hat gemäß 489 BGB das Recht, das Kreditverhältnis nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Jahren ganz oder zum Teil zu kündigen und es ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu tilgen.

Aber wie wird diese Vorauszahlungsstrafe ausgerechnet? Etwas aufwendiger ist die exakte Kalkulation natürlich: Wird der Darlehensvertrag vom Auftraggeber aufgrund von 490 Abs. 2 BGB oder vom Kreditgeber aus wichtigen Gründen beendet, schuldet man dem Kreditgeber Schadenersatz in Gestalt der so genannten vorzeitigen Rückzahlungsvergütung. Die Kreditgeberin ermittelt die Vorfälligkeitsentschädigung mathematisch nach der so genannten "Asset/Liability"-Methode.

Maßgeblich für die Kalkulation ist der Zeitpunkt, zu dem die vorgezogenen Darlehenserlöse beim Kreditgeber eingehen. Die Kalkulation sieht im Detail wie folgt aus:: Zuerst bestimmt der Kreditgeber, wann und in welcher Menge Sie hätten zahlen müssen, wenn der Kreditvertrag fortgesetzt worden wäre. Sofern Ihnen das vertragliche Recht auf eine außerplanmäßige Rückzahlung oder das Recht auf Änderung des Rückzahlungssatzes gewährt wurde, geht der Kreditgeber davon aus, dass Sie diese Rechte so schnell wie möglich in vollem Umfang ausnutzen werden.

Die Kreditgeberin bestimmt dann die Rückzahlung einer fiktiven Reinvestition der von Ihnen vorgezogenen Kreditmittel unter Beachtung der Fälligkeiten der jeweiligen offenen Kreditraten des Darlehensvertrags. Der Kreditgeber unterscheidet wie folgt: Sofern Hypothekenpfandbriefe mit entsprechender Laufzeit zur Verfügung stehen, verwendet der Kreditgeber die Zinsen der jeweiligen am Markt erhältlichen Hypothekenpfandbriefe, um Zinsen auf die vorgezogenen Rückzahlungen der Kredite zu zahlen.

Wenn die am Kapital- oder Finanzmarkt erzielbaren Renditen unter dem vertragsmäßigen Kreditzinssatz liegt, erleidet der Kreditgeber einen Zinsverlust. Der Kreditgeber trägt zu Ihren Lasten auch der Tatsache Rechnung, dass die aus dem Kreditvertrag ganz oder teilweise fälligen Leistungen in der Folgezeit fällig werden. In der Finanzmathematik geschieht dies durch "Abzinsung" jeder einzelnen ausgefallenen Einzelzahlung ganz oder zum Teil über den Zeitabschnitt zwischen der vertraglichen Laufzeit und der tatsächlichen Tilgung (die sogenannte "Barwertmethode").

Für die Diskontierung zukünftiger Zahlungseingänge verwendet der Kreditgeber die korrespondierenden Zinsen der vom Kreditgeber genutzten Geld- und Kapitalmärkte zur Ermittlung des Zinsverlustes (siehe oben). Der Kreditgeber (a) setzt die für das Kreditgeschäft auf seinerseits eingesparten administrativen Kosten von der so bestimmten Verlusthöhe ab, da keine weitere Verarbeitung Ihres Kredits notwendig ist.

Darüber hinaus wird (b) von diesem Wert zu Ihren Lasten ein Abzug für die eingesparten Risiko-Kosten gemacht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Kreditgeber für den Zeitabschnitt zwischen der Vorfälligkeit des Kredits und dem Tag, an dem der Kredit in der Regel rückzahlbar gewesen wäre, kein Ausfallsrisiko mehr zu übernehmen hat. Der Schadensbetrag, reduziert um die unter (a) und (b) oben erwähnten Einsparungen an Verwaltungs- und Risiko-Kosten, führt dann zu der von Ihnen zu zahlenden Vorfälligkeitsentschädigung.

Wenn der Kreditgeber durch die vorzeitige Tilgung des Kredits gemäß obiger Kalkulation keinen Verlust erleidet, sind Sie nicht zur Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung verpflichtet. Erleidet der Kreditgeber durch die vorzeitige Tilgung des Kredits gemäß vorstehender Kalkulation einen Verlust, so ist der Ersatzanspruch ungeachtet dessen rechtlich ausgeschlossen, sofern die Tilgung aus den Geldern einer abgeschlossenen Versicherungspolice zur Sicherstellung der Tilgung aufgrund einer korrespondierenden Verbindlichkeit aus dem Kreditvertrag erfolgt oder die Informationen im Kreditvertrag über die Vertragslaufzeit, Ihr Widerrufsrecht oder die Bemessung der Zinseszinsen nicht ausreichen.

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